{"id":43,"date":"2011-06-26T13:06:17","date_gmt":"2011-06-26T12:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.n77.de\/?p=43"},"modified":"2024-03-30T11:28:08","modified_gmt":"2024-03-30T11:28:08","slug":"lieber-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.n77.de\/?p=43","title":{"rendered":"Lieber Gott&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>bevor ich zum eigentlichen Thema komme, ist es notwendig dies kurz einzuleiten. Ich bin katholisch getauft worden und nach den kirchlichen Grunds\u00e4tzen aufgewachsen. Ich bin zur Erst-Kommunion gegangen, sp\u00e4ter zur Firmung und eine&nbsp;zeit lang&nbsp;war ich auch mal Messdiener. Auch wenn ich nicht immer eine hundert prozentige \u00dcbereinstimmung zur katholischen Kirche habe, so glaube ich doch fest an Gott. Diese Diskussion m\u00f6chte ich an dieser Stelle allerdings nicht vom Zaun brechen. Vielmehr geht es mir um ein St\u00fcck Geschichte, einen Brief, den meine Oma mir zu meiner Erstkommunion geschrieben hat. Dieser Brief ist letztens wieder aufgetaucht und hat mich derart ber\u00fchrt, dass ich ihn hier ver\u00f6ffentlichen m\u00f6chte:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lieber Jan-Frederik,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Dom von Erfurt, das heute hinter der Grenze liegt, die Deutschland teilt, da h\u00e4ngt die gr\u00f6\u00dfte schwingende Glocke der Welt. Sie hei\u00dft &#8222;Gloriosa&#8220;, die Ruhmvolle. Sie wiegt 228 Zentner, wurde 1497 gegossen und unter unendlichen M\u00fchen im mittleren Turm des Domes angebracht. Seit fast 500 Jahren l\u00e4utet diese Glocke ernst und feierlich in die Welt und verk\u00fcndet Freuden, Feste, Trauer, Gefahren, Gottesdienst. Seit 500 Jahren erinnert sie die Menschen an den liebenden Gott. Viel ist seitdem in Deutschland passiert. Aber die Glocke schwingt weiter.<\/p>\n<p>Du, der Du in diesem Jahr zur Erstkommunion gehst, hast mit der Glocke &#8222;Gloriosa&#8220; irgendwie etwas gemeinsam. Denn Du und die &#8222;Gloriosa&#8220;, ihr seide beide auf der Welt, um von Gott zu k\u00fcnden. So, wie das Bronze-Material der Glocke aus einer &#8222;Glocken-Speise&#8220; &#8211; so nennt man das, was der Glockengie\u00dfer 1497 zusammenr\u00fchrte &#8211; von bester Qualit\u00e4t besteht, so bist auch Du, von Natur aus, mit den besten Zutaten beschenkt:<\/p>\n<p>Du kannst Deinen Verstand, Dein Herz, Deine Stimme zum Klingen bringen, Du kannst ein Mensch sein, der Gott h\u00f6rbar macht. Wie die &#8222;Gloriosa&#8220;.<\/p>\n<p>Was im Laufe der Zeit aus Dir wird, ob Du nur ein Gl\u00f6ckchen bist, das bimmelt, oder eine gro\u00dfe &#8222;Gloriosa&#8220;, das liegt nun bald nur noch an Dir selbst. Alles h\u00e4ngt davon ab, ob Du durch das lebenslange Geschenk der Kommunion mit dem Gottmenschen Jesus in Verbindung bleibst oder nicht.<\/p>\n<p>Du selbst musst t\u00e4glich &#8211; bis in Dein letztes St\u00fcndchen &#8211; die Frage beantworten, ob Du auf &#8222;Erden bist, um Gott wohlzugefallen&#8220;, oder ob dieses Wohlgefallen nur den Menschen gilt.<\/p>\n<p>Viele Menschen sind arm dran, denn sie haben den Tag ihrer Erstkommunion aus dem Ged\u00e4chtnis verloren. Sie sind arm dran, denn wenn f\u00fcr sie die Stunden von Not und Tod kommen, dann haben sie garnichts, woran sie sich aufrichten, festhalten und tr\u00f6sten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Dir, dass der Glaube an Gott, der uns seinen Sohn auf die Erde schickte, damit alle Menschen \u00fcber ihn Bescheid wissen, f\u00fcr Dich ein Schatz bleibt im ganzen Leben; ein Schatz f\u00fcr den man keine Koffer und keine Diebstahl-Versicherung braucht. Nur Ohr und Herz. Ich w\u00fcnsche Dir, dass Du ein kleines bisschen von der &#8222;Gloriosa&#8220; an Dir hast und zeitlebens f\u00fcr Gott und andere klingst. Denn f\u00fcr denjenigen, der nur lebt, um zu arbeiten, zu essen, zu schlafen, der nur an sich und seine pers\u00f6nlichen kurzlebigen Freuden denkt, f\u00fcr den ist das Leben nur der Anfang vom Tod. Aber die anderen, die, wie die Glocken, Gottes Stunden schlagen, werden durch jeden neuen Tag beschenkt. Es lohnt sich, daf\u00fcr zu beten, dass Du und wir alle immer zu denen geh\u00f6ren, die eine f\u00fcr Gott Ruhmvolle, eine &#8222;Gloriosa&#8220; sind.<\/p>\n<p>Viele herzliche Gr\u00fc\u00dfe und guten W\u00fcnsche zu Deinem gro\u00dfen Tag!<\/p>\n<p>Deine Oma<\/p>\n<p>(Marianne Intveen-Lindner)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"535\" height=\"394\" src=\"https:\/\/blog.n77.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/006_web.jpg\" alt=\"1987\" class=\"wp-image-1761\" srcset=\"https:\/\/blog.n77.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/006_web.jpg 535w, https:\/\/blog.n77.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/006_web-300x221.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>bevor ich zum eigentlichen Thema komme, ist es notwendig dies kurz einzuleiten. Ich bin katholisch getauft worden und nach den kirchlichen Grunds\u00e4tzen aufgewachsen. 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